Helferfest in Waldburg

Ehrenamtliche berichten vom gemeinsamen "Werkeln" am Ravensburger Rebhang.

Ehrenamtliche berichten vom gemeinsamen "Werkeln" am Ravensburger Rebhang.

Roland und Bärbel Paul sind bereits seit mehr als 4 Jahren ehrenamtlich bei der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg aktiv. Sie berichten von ihrem ganzjährigen Engagement im Rebgarten und blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2019 für die Helferinnen und Helfer zurück:

Es hat sich wirklich gelohnt – in jeder Beziehung 

Nach dem „Helferfest“ in Waldburg bei Johannes „Padrone“ Kiderlen und seiner Ehefrau Claire am 5. Dezember blicken wir auf ein erlebnisreiches und spannendes Jahr zurück.

Der Lohn unseres Schaffens sind ein wunderbarer, nach Pfirsichen, Citrus- und Südfrüchten duftender Secco, sowie ein Spätburgunder mit feinen Aromen nach Kirschen und Waldfrüchten.

Durch einen Artikel in der Schwäbischen Zeitung im Frühjahr 2015 wurde ich auf die „Bürgerstiftung Kreis Ravensburg“ aufmerksam und wandte mich an Gabriele Reiter bei der Kreissparkasse Ravensburg, die ich schon durch meine Tätigkeit für den Verein „Kinderregenwald Deutschland e.V." kannte.

Durch ihre sympathische und begeisterte Erzählung vom Wirken der Bürgerstiftung entschlossen meine Frau Bärbel und ich, als Zustifter dieser Vereinigung mit dem Prinzip „Bürger helfen Bürgern“ beizutreten. „... Sie können aber auch aktiv werden, zum Beispiel im Rebgarten an der Schlierer Straße!" – Wir waren beide elektrisiert: Arbeiten an der frischen Luft im Weinberg – das hörte sich richtig interessant an.

Mit einer Gartenschere bewaffnet und voller Neugier stand ich an einem der nächstfolgenden Tage am Gartentor vor Johannes Kiderlen, dem Organisator der Arbeiten im Rebgarten: „Ich bin Hans und du nun Roland III, wir duzen uns alle. Das ist Roland I (Rolandder Ältere), der dir zeigen wird, was zu tun ist.“ Und schon war ich mitten drin im Kreise der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die für „Gottes Lohn etwas Sinnvolles und für einen guten Zweck tun“, wie es auf den Etiketten der Weinflaschen geschrieben steht. Denn der Erlös aus dem Verkauf des Weines kommt zu 100% dem Hospiz im Schussental zugute.

Heute umfasst der Kreis der lose organisierten Ehrenamtlichen unter der Anleitung von Johannes Kiderlen etwa 75 Personen beiderlei Geschlechtes, die in Gesellschaft mit vielen netten Leuten aus allen möglichen Berufen und Schichten für das Gemeinwohl wirken. Jeder packt mit an, wo und wie er kann, alle haben Freude dabei, auch wenn die Arbeit ganz schön anstrengend sein kann. So habe ich z. B. als ehemaliger Biologie- und Chemielehrer eine Prüfung über die „erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Anwendung/Beratung von Pflanzenschutzmitteln“ am Kompetenzzentrum für Obstanbau in Bavendorf abgelegt und kann somit meine Kenntnisse und Fähigkeiten im Weinberg zum Schutze der Reben vor Krankheiten und Schädlingen beisteuern.

Nachdem auch noch der Rebgarten oberhalb des Burghaldentorkels von diesen Ehrenamtlichen bewirtschaftet wird, steht dem Helferkreis eine ausgesprochen attraktive Möglichkeit zur Verfügung, um nach getaner Arbeit ausgiebig im Kreise Gleichgesinnter zu feiern.

Wir fühlen uns in dieser Gesellschaft ausgesprochen wohl und es erfüllt uns auch mit einem gewissen Stolz, Teil dieser sinnvollen Arbeit im Rebgarten zu sein.

Roland und Bärbel Paul

Hier gibt es Impressionen von der ehrenamtlichen Arbeit am Rebhang.