Erfahrungen und Wünsche der Praktiker sind gefragt

Sterben und Begleitung am Lebensende waren die zentralen Themen eines Werkstattgesprächs, zu dem Integrations- und Sozialminister Manne Lucha kürzlich nach Ravensburg ins Hospiz Schussental eingeladen hatte.

Sterben und Begleitung am Lebensende waren die zentralen Themen eines Werkstattgesprächs, zu dem Integrations- und Sozialminister Manne Lucha kürzlich nach Ravensburg ins Hospiz Schussental eingeladen hatte.

RAVENSBURG – Es ging darum, die wohnortnahe Hospiz- und Palliativversorgung zu verbessern. Dazu beitragen soll bald ein neuer Praxisleitfaden zur Verbesserung der palliativen Versorgung in Pflegeheimen. Die Veranstaltung fand in der Casa Elisa statt, in der auch das stationäre Hospiz der St. Elisabeth-Stiftung untergebracht ist. Wie lässt sich Palliative Care nachhaltig in einem Pflegeheim verankern? Darüber haben im Hospiz Schussental 30 Teilnehmer – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen, ambulanten Hospizdiensten, der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung und des Hospizes Schussental sowie Ärztinnen und Ärzte – angeregt diskutiert. Die erfahrenen Fachleute haben in mehreren Arbeitsgruppen von guten Beispielen aus der Praxis berichtet, Anregungen gegeben und Wünsche vorgebracht. Vor dem Werkstattgespräch in Ravensburg hat es bereits drei weitere solche Regionalkonferenzen in Freiburg, Ludwigsburg und Mannheim gegeben. Nach den Diskussionen mit Fachkräften sollen jetzt noch Einzelgespräche mit Senioren folgen, um die Perspektive der Betroffenen zu beleuchten. Die Ergebnisse aller Gespräche sollen in einen Leitfaden einfließen. Entwickelt wird er von einem Wissenschaftler-Team der Hochschule Esslingen.

Der neue Praxisleitfaden ist Teil des Aktionsplans „Hospiz-und Palliativversorgung“ des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Im Rahmen dieses Aktionsplans fördert das Land zum Beispiel dieTeilnahme an Kursen und Weiterbildungen zur Begleitung sterbender Menschen in Pflegeheimen und zur Trauerbegleitung. Gefördert wird auch die Einrichtung neuer Hospizplätze.

Der Leitfaden zur Verbesserung der palliativen Versorgung in Pflegeheimen soll am 20. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu veranstaltet das Ministerium für Soziales und Integration einen „Zweiten Bürgertag zur Hospiz- und Palliativversorgung“.

Auf dem Bild zu sehen sind: Integrations- und Sozialminister Manne Lucha (links) im Werkstattgespräch mit Thomas Radau, Leiter des Hospizes Schussental der St. Elisabeth-Stiftung (rechts). Jörg Stede, vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, in der Mitte verstärkte die Expertenrunde.

Foto: Gottfried Brauchle/St. Elisabeth-Stiftung

Die Treuhandstiftung "Hospiz Schussental" unter dem Dach der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg unterstützt das Hospiz Schussental seit 2016.

 

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