Mitten im Weinjahr

Spritzen, mähen, binden, ausbrechen: Durch viele Stunden freiwillige Arbeit, Expertenwissen und ein starkes Team geht es gut voran im Weinberg.

Spritzen, mähen, binden, ausbrechen: Durch viele Stunden freiwillige Arbeit, Expertenwissen und ein starkes Team geht es gut voran im Weinberg.

Das Gute vorweg: der Ravensburger Weinberg wurde vom Frost verschont, keine Schäden, gesunde Triebe und eine wunderschöne Blüte im Juni.

Für die Ehrenamtlichen um Hans Kiderlen hat die Arbeit in den Weinbergen schon im Februar begonnen. Es galt Reparaturarbeiten durchzuführen, Drähte und Pfosten zu überprüfen. Schon kurz darauf wurden in Waldburg-Hannober über 2.500 Flaschen Secco abgefüllt. Unter Beachtung der Corona-Auflagen. So wurden alle Beteiligten getestet und Listen geführt. Eine kleine Gruppe leistete wenig später echte Schwerarbeit am Torkel, wo der dortige Weinberg erweitert und auf Vordermann gebracht wurde. Chapeau für diese Leistung!

Weiter ging's mit internen Fortbildungen unter der Regie von Hermann Dippon: Richtiges Schneiden und Binden. Viele Helferinnen und Helfer zeigten Interesse, auch neue Gesichter waren zu sehen. Das erste Spritzen folgte, das erste Mal wurde gemäht, wieder gebunden und doppelte Augen galt es auszubrechen.

Rundum, schon viele Stunden freiwilliger Arbeit wurden geleistet.

Letzten Samstag wurde schon zum zweiten Mal gemäht, abermals mit Unterstützung von Mitgliedern der Ravensburger Dudelsackgruppe Mehlsäcke.

Beide Weinberge stehen gut da, der viele Regen und die warmen Tage treiben das Wachstum und kompensieren die Verzögerung durch den kalten April und den regnerisch kühlen Mai.

Und noch eine gute Nachricht: Der Großteil des Seccos ist bereits verkauft, die Nachfrage gut. Am Rutensamstag dürfte es voraussichtlich einen Sonderverkauf geben. 

Leider konnte  - Corona bedingt - eine gemeinsame Aktion mit dem Hospiz Schussental Anfang Juni nicht durchgeführt werden. Die Idee einer gemeinsamen Aktion am Marienplatz lebt aber weiter.

Wie geht's nun weiter? Die Arbeit geht nicht aus. Nachdem nun auch die Frucht tragenden Triebe gesichert sind, werden bald die Netze abgehängt bzw. neu angebracht. Dann nochmals gespritzt, gemäht, Blätter ausgebrochen. Eigentlich gibt es fast das ganze Jahr über Arbeit. Und diese Aufgabe lässt sich nur bewältigen mit einem motivierten Team und vielen helfenden Händen.

Hoffen wir, dass das Wetter weiter gut mitspielt und die Reben von Krankheiten weitgehend verschont bleiben. 

Hier geht´s zum Kurzfilm über unser Ehrenamtsprojekt:  Ehrenamt im Weinberg für das Ravensburger Hospiz - YouTube 

Text und Fotos von Johann Stroh (Sprecher der Ehrenamtlichen im Weinberg)